Annette von Borstel (*1966 in Hamburg) begann im Alter von 14 Jahren mit intensivem Porträt-
zeichnen von fotografischen Vorlagen. Von 1982-1985 erhielt sie erstmals professionellen Unterricht bei dem Porträtmaler Prof. Storch. Hauptsächlich nach lebenden Modellen, aber auch nach arrangierten Stillleben erlernte sie die altmeisterlichen Maltechniken.

Nach dem Abitur nahm sie von 1987 bis 1993 ihr Kunststudium an der Hochschule in Kassel bei Prof. Haug und Prof. Bluth auf. Dort erlernte sie fotografisches Malen anhand von Stillleben. Hinzu kam freies figürliches Arbeiten nach lebenden Modellen, insbesondere der Aktzeichnung.

Drei Studienreisen nach Tschechien brachten ihr die plein-air Landschaftsmalerei nahe. Daraus entwickelte sich die Hinwendung zum Impressionismus.

Wärend eines Jahresstipendiums in Altena folgte ein kurzer experimenteller Ausflug in die Pastell-Technik, der aber nicht weiterverfolgt wurde. Sie blieb von da an der Ölmalerei treu.

Weitere künstlerische Eindrücke gewann sie während eines sechsmonatigen Aufenthalts 1995 in Bombay sowie in der Zeit 1997 bis 1999, in der sie in Edinburg lebte.

Im Jahr 1999 zog sie nach Frankreich, lebte in Montpellier und Versailles. Nach ihrer Heirat lebte und arbeitete sie in Antibes. 2000 kam ihre erste Tochter zur Welt, 2002 ihre zweite.

1998-2005 wurden ihre Werke von der Galerie Mensch in Hamburg vertreten. Danach bis 2012 in der "Artischocke" in Lörrach. 2013 eröffnete sie ihre eigene Galerie in der Altstadt von Antibes.

Sie nutzte die Möglichkeit der Mutterschaft und den damit verbundenen Lebensumständen, um sich wieder der fotorealistischen Technik zuzuwenden. Diese Zeit gab ihr die Möglichkeit, diese Technik - wie zu Beginn anhand fotografischer Vorlagen - zu hoher Perfektion zu entwickeln. Es begann eine Auseinandersetzung mit dem Thema "Menschen im Wasser", in denen fotografische Darstellungsformen und freie Malerei ergänzend ineinandergreifen. Außerdem setzte sie sich bei Tierdarstellungen mit dem Thema Bewegung auseinander.

Im Winter 2018/2019 ergab sich eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Künstler Don Blaisdell, der sich neu in Antibes niedergelassen hatte. Durch diesen Austausch entwickelte sie ein völlig neues Konzept. Vor der Natur werden nun in Skizzenbüchern in Schrift und Zeichnung Informationen gesammelt, diese dienen dann im Atelier als Vorlage. So löste sie sich von der rein darstellenden figürlichen Malerei. Ihr Antrieb sind nun die Gefühle, die entstehen, wenn sie sich auf ein Motiv einlässt.

2020 kehrte Annette von Borstel wieder zurück nach Hamburg.

Sie lebt und arbeitet zwischen Hamburg und Antibes.

 

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annette von borstel